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Social Media für Künstler?

Instagram, Threads, X oder wie sie alle heißen-ehrlich gesagt, ich mag sie alle nicht so richtig. Warum ich zurzeit noch immer dort unterwegs bin? Eigentlich nur in der Hoffnung, meine Kinderbilderbücher bekannter zu machen und einiges von meinen Illustrationen und Zeichnungen zu zeigen. Ich benutze es eher als meine kleine persönliche virtuelle Galerie. Große Erwartungen habe ich allerdings nicht. Und ich muss gestehen, es läuft dort für mich auch nicht wirklich gut, da man auf diesen Plattformen um Sichtbarkeit zu generieren sehr oft posten muss, oder schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht haben muss, das heißt, schon viele Follower im realen Leben hat.

Es kommt also letztlich auf Zahlen, hohe Zahlen an. Für uns kleinen bedeutet das, viel Masse für die sozialen Kanäle generieren und außerdem viel Zeit dort zu verbringen. Und genau dazu habe ich eigentlich keine Zeit, und ehrlich gesagt keine Lust.

Wenn ich z.B. auf X schaue, welche Kunst dort besonders erfolgreich ist, so sind es an erster Stelle Accounts, die Kunstwerke anderer Künstler präsentieren. Finde ich nicht schlecht, da es vielleicht Menschen gibt, die nicht so viel Zeit in Ausstellungen oder Museen verbringen können.  Aber wir kleinen gehen hier einfach unter, besonders wenn man aus einer Nische wie Kinderbuchillustrationen kommt. Die Anzahl der Leute, die sich für Bilderbücher interessieren ist sehr begrenzt. Und auch für Eltern ist es nur eine kurze Zeitspanne, in der die kleinen Bücher vorgelesen bekommen.

Auf Instagram und Thread sieht es dann wieder etwas anders aus. Dort sieht sich eine große Anzahl der Benutzer als Mitglied einer großen Community, die sich gegenseitig durch ihre Beiträge bereichern und unterstützen. Künstler, wie ich kürzlich erfahren durfte sind dort keine Konkurrenten, sondern Kollegen. Es ist die die Idee, wir haben uns alle lieb, der ich leider nichts abgewinnen kann. Warum sollten mich wildfremde Menschen lieben und mir helfen. Ich finde den Konkurenzgedanken eigentlich sympathischer, da es hier um Qualität der künstlerischen Darbietungen geht. Man erwartet auf diesen Kanälen, dass ich mich fremden gegenüber verhalte, als wären es langjährige Freunde, was sie ja nicht sind.


Das nächste Problem ist, dass man an die Menschen, nämlich Eltern, überhaupt nicht erreicht. Wenn ich schaue, wer mir folgt, so handelt es sich meistens um “Kollegen“. Das sind dann Menschen, die auch gerne Ihre Kunst oder Kinderbücher an den Mann bringen möchten. Also für  mich wenig hilfreich.

Anders sieht es sicher für Künstler wie zB Ohn Mar Win, oder Olga Bonnitas aus, welche Mal-und Zeichenkurse im Internet anbieten. Sie gerieren viele Sichtbarkeit alleine schon durch ihre Schüler, die ihnen folgen, und die dann vielleicht auch die Inhalte teilen.

Ein zweiter Grund, warum ich noch immer auf Instagram, Threads und X Zeit verbringe ist, dass ich abunzu gerne künstlerische Darbietungen anschaue. Meistens suche ich mit Hilfe von #, weil mich vieles was der Logarithmus mir anbietet, nicht mag. Und dann freue ich mich, wenn ich schöne Dinge dort finde. Manchmal folge ich einer Neuentdeckung oder lasse ein Herz da. Also ein bisschen Anerkennung gibt es dann auch von mir.


Abschließend stellt sich natürlich die Frage, wird es für uns kleinen unbekannten Künstler besser werden. Vor einigen Jahren hätte ich diese Frage vielleicht bejaht. Heute hat sich die Situation allerdings komplett verändert. Es sind viel mehr Menschen im Netz unterwegs und viele von ihnen setzte inzwischen KI ein, um damit sehr schnell noch mehr Inhalte zu produzieren. Man sieht es vielen Illustrationen im Kinderbuchsektor auch an, dass die Bilder nicht mehr liebevoll und aufwendig von Hand gemalt wurden. Einige Verlage haben auch keine Probleme, solche Bücher zu verkaufen. Und den Kunden scheint es ebenfalls zu gefallen.


Also, höre ich auf rumzuheulen, erreiche mit  meinen Bücher nur einen kleinen Kreis von Kunden, die meine Arbeit zu schätzen wissen, und bin sehr froh, dass ich nicht vom Verkauf meiner Bücher leben muss.

Und ihr, die mir bis zum Ende meiner Ausführungen gefolgt seid: Genießt die ersten warmen Frühlings_ Sonnenstrahlen,  vielleicht gemeinsam mit einem lieben Freund. 



Soziale Medienplattformen, wie beispielsweise Instagram, Threads und X, erfreuen sich großer Beliebtheit.  Obwohl ich persönlich keine große Begeisterung für diese Plattformen hege, nutze ich sie derzeit, um meine Kinderbilderbücher bekannt zu machen und meine Illustrationen und Zeichnungen zu präsentieren.  Ich betrachte sie als meine persönliche virtuelle Galerie.  Große Erwartungen an diese Plattformen hege ich jedoch nicht.  Es ist mir bewusst, dass die Generierung von Sichtbarkeit auf diesen Plattformen häufiges Posten oder bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad, d.h. eine hohe Anzahl an Followern im realen Leben, voraussetzt.


Der Erfolg auf diesen Plattformen hängt somit maßgeblich von Zahlen, insbesondere von hohen Zahlen, ab.  Für kleinere Akteure bedeutet dies, eine beträchtliche Menge an Inhalten für die sozialen Kanäle zu erstellen und einen erheblichen Zeitaufwand zu investieren.  Diesen Zeitaufwand kann ich jedoch derzeit nicht leisten und habe auch keine entsprechende Motivation.

Bei der Analyse der erfolgreichen Kunstpräsentation auf Plattformen wie X fällt auf, dass Accounts, welche die Werke anderer Künstler präsentieren, eine herausragende Position einnehmen.  Diese Praxis ist durchaus positiv zu bewerten, da sie Personen, die nur begrenzt Zeit für den Besuch von Ausstellungen oder Museen haben, einen Zugang zur Kunst ermöglicht.  Für Künstler, insbesondere aus Nischenbereichen wie der Kinderbuchillustration, stellt dies jedoch eine Herausforderung dar. Die Zielgruppe für Bilderbücher ist relativ klein, und der Zeitraum, in dem Eltern ihren Kindern diese Bücher vorlesen, ist ebenfalls begrenzt.


Auf Plattformen wie Instagram und Threads zeigt sich ein anderes Bild.  Eine beträchtliche Anzahl der Nutzer identifiziert sich als Teil einer großen Community, die sich durch gegenseitige Unterstützung und den Austausch von Beiträgen bereichert.  Künstler, wie ich kürzlich erfahren durfte, werden dort nicht als Konkurrenten, sondern als Kollegen wahrgenommen.  Diese Vorstellung von gegenseitiger Zuneigung und Unterstützung ist jedoch nicht immer realisierbar.  Der Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Anerkennung ist ein wesentlicher Bestandteil des künstlerischen Schaffens.  Auf diesen Plattformen wird oft eine persönliche Beziehung zu fremden Personen vorausgesetzt, die in der Realität nicht existiert.  Der Konkurrenzgedanke hingegen fördert die Konzentration auf die Qualität der künstlerischen Darbietung und schafft einen transparenten Rahmen für den Austausch zwischen Künstlern und Publikum.


Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Zielgruppe der Eltern nicht effektiv erreicht wird.  Bei der Analyse meiner Follower fällt auf, dass es sich überwiegend um Kollegen handelt, also Personen, die ebenfalls Interesse daran haben, meine Kunst oder Kinderbücher zu vermarkten.  Dies stellt für mich nur einen begrenzten Nutzen dar.


Für Künstler wie beispielsweise Ohn Mar Win oder Olga Bonnitas, die Mal- und Zeichenkurse online anbieten, gestaltet sich die Situation vermutlich anders. Sie erzielen durch ihre Schüler, die ihnen folgen und möglicherweise auch ihre Inhalte teilen, eine erhebliche Sichtbarkeit.


Ein weiterer Grund für meine Präsenz auf Plattformen wie Instagram, Threads und X ist meine Begeisterung für künstlerische Darbietungen.  Ich nutze häufig Hashtags, da mir die vom Algorithmus vorgeschlagenen Inhalte nicht immer zusagen.  Es bereitet mir Freude, dort qualitativ hochwertige Inhalte zu entdecken. Gelegentlich folge ich einer Neuentdeckung oder gebe ein Like ab, um meine Wertschätzung auszudrücken.


Abschließend stellt sich die Frage, ob sich die Situation für uns unbekannten Künstler verbessern wird. Vor einigen Jahren hätte ich diese Frage möglicherweise bejaht. Heute hat sich die Lage jedoch grundlegend verändert. Die Anzahl der Internetnutzer ist gestiegen, und viele von ihnen nutzen Künstliche Intelligenz, um schnell und effizient eine Vielzahl von Inhalten zu generieren.  Dies ist insbesondere im Bereich der Kinderbuchillustrationen sichtbar, wo die Bilder nicht mehr mit der gleichen Sorgfalt und Hingabe von Hand gefertigt werden. Einige Verlage haben keine Schwierigkeiten, solche Bücher zu vermarkten, und die Kunden scheinen diese auch zu schätzen.


Daher beschließe ich, meine Klagen einzustellen, meine Bücher weiterhin an eine kleine, aber treue Leserschaft zu richten, die meine Arbeit zu schätzen weiß, und mich darüber zu freuen, dass ich nicht vom Verkauf meiner Bücher abhängig bin.  Und ihr, die meine Ausführungen bis zum Ende verfolgt habt: Genießt die ersten warmen Frühlingssonnenstrahlen, gegebenenfalls in Gesellschaft eines lieben Freundes. 



Kinderbuch - Illustration, Hund und Ente genießen gemeinsam die ersten Sonnenstrahlen

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