Gestern Abend, als ich in den dunklen Garten trat, wurde ich von dem vertrauten Klang zahlreicher Kraniche begrüßt, die über uns hinwegflogen. Ihre Rufe waren laut und deutlich, doch die Dunkelheit verbarg sie vor meinen Augen. Der Klang dieser großen und majestätischen Vögel erfüllt mich stets mit großer Freude. Zu Jahresbeginn künden sie den Frühling an und wecken die Hoffnung auf wärmere und farbenfrohere Zeiten.
Da diese Vögel ein hohes Alter erreichen können, fühlt es sich an, als würde man alte Bekannte wiedersehen. Ich erinnere mich an einen Film über Vogelzüge, in dem eine alte Frau jedes Jahr die zurückkehrenden Kraniche begrüßte und ihnen Futter gab. Die Vögel fraßen sogar aus ihrer Hand – ein wunderschönes und berührendes Bild.
Obwohl sie sich in Wohngebieten nicht niederlassen, hatte ich vor einigen Jahren das Glück, eine kleine Gruppe von Kranichen in den Wiesen entlang eines Flusslaufs in der Nähe unseres Hauses zu beobachten. Natürlich habe ich dieses Erlebnis in meinem Skizzenbuch festgehalten.
Während ich dies schreibe, kommt mir ein wunderschönes Gedicht von Robert Frost in den Sinn. Es hat zwar nicht direkt etwas mit Kranichen zu tun, fängt aber die Vorfreude auf den Frühling wunderbar ein.
Oh, give us pleasure in the flowers to-day;
And give us not to think so far away
As the uncertain harvest; keep us here
All simply in the springing of the year.
Oh, give us pleasure in the orchard white,
Like nothing else by day, like ghosts by night;
Give us again the full moon’s magic light
That turns the gray fields silver in the night.
And make us happy in the darting bird
That suddenly above the bees is heard,
The meteor that thrusts in with needle bill,
And off a blossom in mid air stands still.
For this is love and nothing else is love,
The which it is reserved for God above
To sanctify to what far ends He will,
But which it only needs that we fulfil.
Robert Frost, ‘A Prayer in Spring’
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