Als Kind habe ich mich im Winter immer an den Eisblumen auf den Fensterscheiben erfreut. Ich saß davor und beobachtete, wie die glitzernde Pracht auftaute. Mit meinen warmen Fingern konnte ich sogar eigene Muster hinzufügen. Auf meine Frage, wer diese schimmernden Kristalle an unsere Fenster gebracht hatte, erzählte mir meine Großmutter die Geschichte einer Eisprinzessin, die im kalten, unfreundlichen Winter die Fenster bemalt, um den Kindern eine Freude zu bereiten. Ein wunderschönes Bild. Vielleicht male und schreibe ich deshalb so gerne Kinderbücher, weil ich als Kind so viele fantasievolle Geschichten von den Erwachsenen gehört habe.
In der letzten Woche, als es so kalt bei uns war, entdeckte ich die kleinen Eiskristalle wieder auf den Scheiben meines Gewächshaus. Und ich muss sagen, sie faszinieren mich noch immer. Dieser Anlass war natürlich eine gute Gelegenheit, trotz der eisigen Temperaturen und klammen Fingern mit der Kamera in den Garten zu gehen und Aufnahmen zu machen. Dabei kamen mir die abendlichen Lichtverhältnisse zu Hilfe, die Teile des Gartens in ein warmes, goldenes Licht tauchten.
Über unsere Gartenbank habe ich ja schon einmal in meinem Blog geschrieben.
Und natürlich mussten auch wieder Fotos von meinen frechen Spatzen dabei sein. Jetzt, wo ich diesen Text schreibe, ist der Schnee aufgetaut, und ich werde in den nächsten Tagen schauen, ob ich schon kleine Winterblüher unter den Sträuchern finden kann.
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