Die letzte Woche war es bei uns sehr kalt, mit knackigem Frost, der sogar tagsüber anhielt. Da ich über Winter die Vögel füttere, frage ich mich, wo sie während der frostigen Nächte schlafen. Es gibt hier oben wenig Möglichkeiten für einen warmen Unterschlupf. Einige scheinen unter unserer überdachten Terrasse zu übernachten, während ich auch beobachtet habe, dass sie sich in den kahlen Büschen in Hausnähe verstecken. Das fand ich beruhigend, da sie so einigermaßen vor kalten Winden geschützt sind.
Mir kamen da gleich Geschichten von guten Gartengeistern, meist in Gestalt von Zwergen, in den Sinn, die sich liebevoll um die Tier- und Pflanzenwelt kümmern. In den skandinavischen Ländern heißen sie Tomte – kleine alte Männchen mit wallenden weißen Bärten und roten Zipfelmützen. Manchmal frage ich mich, ob sie auch in unseren Gärten unterwegs sind. Wir wissen es nicht, aber es ist ein schöner Gedanke. Übrigens gibt es zahlreiche Geschichten über Zwerge, die man Kindern erzählen kann, zum Beispiel Tomte Tummetot, ein wunderschönes Bilderbuch aus Schweden.
Am späten Nachmittag des nächsten Tages machte ich dann noch weitere Fotos von Vögeln an der Futterstelle. Mein ganz spezieller Freund, ein kleines Rotkehlchen, kam auch herbei gehüpft. Im Gegensatz zu den Spatzen sind diese zierlichen und sehr zutraulichen Vögel immer alleine unterwegs. Natürlich bieten die bunten Federbällchen besonders schöne Motive in der verschneiten Landschaft.
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